Smoker & Rauchmaterial

Ein Smoker macht kühlen, dichten Rauch, der die Bienen ruhiger werden lässt, wenn du das Volk öffnest. Beim Kauf zählen Material, Kesselgröße, ein Hitzeschutz rund um den Kessel und ein Blasebalg, der auch nach Jahren noch Luft schiebt. Rauchmaterial und Anzünder findest du hier gleich mit.

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Größe: klein reicht für kurze Durchsichten

Smoker werden nach dem Kesseldurchmesser unterschieden. Kleine Modelle mit etwa 8 cm halten Rauch für eine Durchsicht von zwei, drei Völkern; die großen mit etwa 10 cm Durchmesser und rund 25 cm Kesselhöhe brennen bei guter Füllung ein bis zwei Stunden — für einen Stand mit fünf Völkern oder für die Ernte, wenn du nicht nachlegen willst. Größer heißt auch schwerer und mehr Rauchmaterial je Einsatz. Wer mit einem oder zwei Völkern anfängt, ist mit dem kleinen Kessel gut bedient; spätestens beim dritten Volk wird der große angenehmer.

Edelstahl, Hitzeschutz, Blasebalg

Der Kessel sollte aus Edelstahl sein. Verzinktes Blech ist günstiger, rostet aber an den Nähten und im Deckelscharnier, sobald Ruß und Kondenswasser zusammenkommen. Ein Schutzkorb aus Draht rund um den Kessel ist kein Luxus: Der Kessel wird so heiß, dass er Löcher in den Anzug brennt, wenn er beim Arbeiten an den Ärmel kommt, und mit Korb kannst du ihn an der Zarge abstellen, ohne das Holz zu versengen. Ein Haken am Korb hängt den Smoker an die Zargenwand. Beim Blasebalg gilt: Leder hält am längsten und lässt sich fetten; Kunstleder ist leichter zu reinigen, wird aber bei Kälte hart und reißt an den Falten. Der Luftkanal zwischen Balg und Kessel muss frei bleiben; bei billigen Modellen sitzt dort ein enges Blechrohr, das mit Teer zusetzt. Ein Rost im Kesselboden hält die Glut über dem Luftstrom — ohne Rost erstickt das Feuer.

Rauchmaterial: kühl, dicht, ohne Zusätze

Guter Rauch ist kühl und weißgrau, nicht heiß und nicht blau. Rauchpellets aus gepressten Holzfasern brennen gleichmäßig und ohne Funkenflug, lassen sich dosieren und sind für Einsteiger das verlässlichste Material. Unbedruckte Eierkartons, trockenes Laub, morsches Holz und Jute funktionieren auch, brennen aber ungleichmäßig. Anzünder aus Holzwolle und Bienenwachs bringen den Kessel in einer Minute in Gang. Grillanzünder mit Paraffin gehören nicht in den Smoker, ebenso wenig bedruckte Pappe, lackiertes oder imprägniertes Holz und alles, was du nicht selbst einatmen möchtest — der Rauch geht ins Volk und an die Waben. Wie du den Smoker so anzündest, dass er nicht nach fünf Minuten ausgeht, steht im Ratgeber.

Pflege und Sicherheit

Nach dem Einsatz den Smoker ausbrennen lassen oder das Rauchrohr mit einem Grasbüschel verschließen; die Glut erstickt, der Rest bleibt für das nächste Mal. Teer im Deckel und im Rohr regelmäßig mit dem Stockmeißel abkratzen, sonst klemmt der Deckel. Der Kessel ist nach dem Einsatz noch lange heiß: Transport nur in einem Metalleimer mit Deckel, nie lose im Kofferraum, und nie auf trockenem Gras abstellen. Ein Lederbalg bekommt gelegentlich etwas Lederfett.

Wann du keinen Smoker brauchst

Einen Ableger mit wenigen tausend Bienen bearbeitest du mit einer Sprühflasche Wasser; auch die Winterbehandlung braucht keinen Rauch. Und ein Smoker ersetzt keine ruhige Hand: Wer hektisch arbeitet, hat mit viel Rauch ein aufgebrachtes Volk. Zwei, drei Stöße ins Flugloch und unter den Deckel reichen — der Rest ist Zeit. Vor Stichen schützt der Smoker nicht; dafür ist die Schutzkleidung da.

Häufige Fragen

Welche Smokergröße brauche ich für zwei Völker?

Der kleine Kessel mit etwa 8 cm Durchmesser reicht: Er hält Rauch für eine Durchsicht von zwei bis drei Völkern und ist leichter zu tragen. Der große mit etwa 10 cm lohnt sich, wenn du länger als eine Stunde am Stand arbeitest oder bei der Ernte nicht nachlegen willst.

Edelstahl oder verzinkter Smoker?

Edelstahl. Verzinktes Blech rostet an Nähten und Scharnier, sobald Ruß und Feuchtigkeit zusammenkommen, und der Deckel klemmt nach ein, zwei Wintern. Der Aufpreis ist gering, und ein Edelstahl-Smoker begleitet dich Jahrzehnte.

Brauche ich den Hitzeschutzkorb?

Ja. Der Kessel wird heiß genug, um Löcher in den Anzug zu brennen und Holz zu versengen. Mit Korb stellst du ihn auf der Zarge ab und hängst ihn mit dem Haken an die Wand. Ohne Korb hast du den Smoker ständig in der Hand oder im Gras — beides ist keine gute Idee.

Leder oder Kunststoff beim Blasebalg?

Leder hält länger, bleibt bei Kälte geschmeidig und lässt sich mit Lederfett pflegen. Kunstleder und Vinyl sind günstiger und leichter zu reinigen, werden aber steif und reißen an den Falten. Bei einem Smoker, der jahrelang halten soll, ist Leder die bessere Wahl.

Welches Rauchmaterial ist für Anfänger am einfachsten?

Rauchpellets aus Holzfasern. Sie brennen gleichmäßig, funken nicht und lassen sich dosieren; eine gute Handvoll auf glühendem Anzünder reicht für eine Stunde. Eierkartons und Laub funktionieren, verlangen aber Übung beim Nachlegen und gehen schneller aus.

Was darf nicht in den Smoker?

Alles mit Farbe, Lack, Kleber oder Paraffin: bedruckte Pappe, Grillanzünder, behandeltes oder imprägniertes Holz, Spanplatten, Textilien mit Kunstfasern. Der Rauch geht ins Volk und auf die Waben. Faustregel: nur, was du selbst kurz einatmen könntest, ohne zu husten.

Wie viel Rauchmaterial brauche ich im Jahr?

Bei zwei bis drei Völkern und einer Durchsicht je Woche in der Saison kommt ein kleiner Smoker mit einem Kilogramm Pellets weit — oft über die ganze Saison. Der große Kessel braucht je Füllung etwa das Doppelte. Anzünder rechnest du je Einsatz einen.

Wie reinige ich den Smoker?

Teer und Ruß aus Deckel, Rauchrohr und Kesselrand mit dem Stockmeißel abkratzen, den Rost herausnehmen und Asche ausklopfen. Alle paar Einsätze reicht das. Hartnäckigen Teer löst ein heißes Ausbrennen mit trockenem Material; Wasser und Spülmittel braucht ein Smoker nicht.

Kann ich den Smoker im Auto transportieren?

Nur in einem geschlossenen Metallbehälter, etwa einem Blecheimer mit Deckel. Die Glut hält im Kessel lange, und ein umgekippter Smoker im Kofferraum ist eine Brandgefahr. Vor der Fahrt das Rauchrohr mit einem Grasbüschel verschließen, damit die Glut erstickt.

Brauche ich als Anfänger überhaupt einen Smoker?

Für ein Wirtschaftsvolk ja. Ein Ableger oder ein junges Volk lässt sich mit einer Sprühflasche Wasser ruhig halten, ein Volk mit 30.000 Bienen im Sommer nicht. Der Smoker ist das Werkzeug, mit dem du ruhig arbeitest — und ruhiges Arbeiten ist der beste Stichschutz, den es gibt.